Hmm, lecker, denkt so mancher beim Klang des Wortes Madeira und sieht sich vor seinem inneren Auge an einem Glas Süßwein nippen.
Doch außer dem Wein hat die gleichnamige Insel noch weitaus mehr zu bieten. Das zu Portugal gehörende Eiland liegt vor der marokkanischen Küste mitten im Ozean. Im herrlich milden subtropischen Klima gedeihen die exotischsten Blumen aus Afrika, Asien und Südamerika. Überall erschnuppert der Besucher die betörenden Düfte von Orchideen und Fresien, schwelgt in der Farbenpracht von Amaryllis, Strelitzie und Weihnachtsstern.
Mehrere Tage würde es dauern, die zahlreichen Parks und Gärten der Blumeninsel zu besuchen, und dann hätte man noch nicht die tiefen Schluchten, grünen Berge und einzigartigen Küstenlinien der Vulkaninsel gesehen.
Hauptstadt ist Funchal an der Südküste. Rund um einen geschützten natürlichen Hafen entdecken Urlauber eine schmucke Altstadt, die vor allem am Abend einen besonderen Zauber ausstrahlt. Dann gibt der Tag seine Restwärme ab und in den Straßen und Gassen erwacht das Leben.
In den kleinen Restaurants sind die Tische mit viel Liebe gedeckt und laden ein zu gebratenen Muscheln, Espada, Espetada und natürlich Madeira-Wein. Eine Fadogruppe erfüllt die Luft mit ihrem gefühlvollen Gesang. Liebespaare lauschen auf der Kaimauer dem leisen Rauschen der Brandung. Und vor dem inneren Auge ziehen die Erlebnisse des Tages vorbei: die bunten Fischerboote von Caniçal an der Südküste, der atemberaubende Ausblick vom Pico do Ariero und die spektakuläre Fahrt auf der Steiluferstraße von Porto Moniz nach São Vicente über dem tosenden Meer der Nordküste.
